Die Geschichten des Metwolfs

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      Die Geschichten des Metwolfs

      Da ich immer wieder gefragt werde, ob ich meine Geschichten an Leute verschicken kann hier meine Antwort: Nö :P
      Dafür stelle ich die Geschichten mal hier ins Forum, dann kann sie jeder nochmal lesen ;)

      ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen,
      euer Krystof, der Metwolf

      PS: Wenn ihr die Geschichten in irgendeiner Art verwenden wollt, bitte ich euch, dies einmal bei mir anzumelden. Dies dient jedeglich dazu, dass ich weiß was damit angestellt wird ^^
      Es war einmal ein Königreich. Es war ein friedliches Königreich mit einem freundlichen und gerechten König. Dieser König hatte eine Tochter, die wunderschöne Prinzessin. Jeder der die Prinzessin sah, war verzückt von ihrer Schönheit und verspürt alleine durch ihre Anwesenheit neue Kraft in sich. Sie vermag es nur durch einen Blick verschlafene Burschen aufzuwecken, durch ein liebes Wort die traurigen Magd fröhlich zu machen und durch ein Lächeln die alten und steifen Knochen der Alten mit neuer Kraft zu versehen.Der König versuchte schon lange einen Prinzen für seine Prinzessin zu finden. Aber kein Prinz war ihr gut genug. Mal war der Prinz zu dick, mal war er zu dünn. Mal war er zu still, mal war er zu redselig. Mit niemandem war die Prinzessin zufrieden. Nach langer Zeit gab der König schließlich verzweifelt auf. Jeden Prinzen in seinem Königreich hatte er auf seine Burg eingeladen und jeder Prinz in seinem Königreich wurde von der Prinzessin abgewiesen.Die Jahre zogen ins Land, der König wurde älter, sein Bart wurde länger. Seine Tochter jedoch wurde immer schöner und schien keinen Tag zu altern. Aber sosehr der König auch hoffte und Boten ins Land schickte, kein Prinz wollte mehr um die Hand der Prinzessin anhalten. So sehr hatte sich die Nachricht verbreitet, dass kein Prinz Erfolg bei der Prinzessin hätte.Eines Tages, als die Prinzessin ihren täglichen Spaziergang im königlichen Garten machte, hörte sie ein rascheln aus einem Busch. Die Prinzessin ging neugierig zu dem Busch und traute ihren Augen nicht: In dem Busch saß eine kleine, zierliche Fee. Nicht Größer als eine Hand, zierliche kleine Feenflügel und himmelblaue Kulleraugen, die die Prinzessin erstaunt entgegenblicken.„Du bist ja ein niedliches Ding“, sprach die Prinzessin entzückt und beugte sich langsam zu der kleinen Fee herunter.„Ich bin kein Ding und niedlich schon gar nicht“, erwiderte die Fee empört mit hoher Stimme, wurde aber gleich wieder etwas ruhiger und sagte: „Naja…… ein bisschen niedlich bin ich schon…. Aber trotzdem kein Ding, sondern eine Fee“„Entschuldigung“, sagte die Prinzessin mit sanft, „Ich wollte dich nicht beleidigen, bloß verwundert war ich, im Garten meines Vaters ein so schönes Wesen zu finden. Ich bin die Prinzessin in diesem Königreich und wer bist du?“Die kleine Fee guckte die Prinzessin mit schiefem Blick an: „Ich bin Elia, die Fee in diesem Land.“, sie überlegte kurz: „Und du bist wirklich die Prinzessin?“„Ja, die bin ich“, erwiderte die Prinzessin leicht verwirrt. Noch nie hat jemand gefragt, ob sie auch wirklich die Prinzessin ist.„Dann bist du genau diejenige, die ich gesucht habe. Du bist doch die Prinzessin, für die kein Prinz gut genug ist, oder?“, die kleine Fee schaute leicht vorwurfsvoll zur Prinzessin hoch.„Was heißt hier „nicht gut genug“? Hast du dir mal die ganzen Prinzen angeguckt, die in diesem Reich rumlaufen? Entweder zu dick, zu dünn, zu still, redselig wie ein Trunkenbold oder einfach kein benehmen. Der eine wollte die Schweinekeule im Ganzen abnagen, anstatt eine Gabel und ein Messer zu benutzen. Ekelhaft“, die Prinzessin verzog das Gesicht.„Was wenn ich dir sage, dass es einen Prinzen gibt, der nicht zu dick ist, nicht schweigt wie ein Grab und auch den Umgang mit Messer und Gabel beherrscht. Was ist, wenn ich dich sogar zu ihm führen kann?“„Wo soll der denn sein?“, fragte die Prinzessin verächtlich, „mein Vater hat schon jeden der sechs Prinzen aus dem Königreich eingeladen. Es gibt einfach keinen vernünftigen Prinzen für mich“„Nicht alle Prinzen hat dein Vater geladen. Einen siebten gibt es noch, einen versteckten Prinzen in einem versteckten Reich, das nicht jeder zu finden vermag. Ich selber komme aus diesem Reich und der Prinz persönlich hat mich geschickt, dich zu finden. Er möchte dich kennen lernen, allerdings musst du zu ihm kommen.“„Dann sage ich sofort meinem Vater bescheid, dass er die Kutsche fertig machen lässt“, frohlockte die Prinzessin. Vielleicht ist ja der siebte Prinz genau der Prinz, auf den sie gewartet hat.„Nein, du musst dich alleine auf den Weg machen. Der Prinz lässt nur seine eingeladenen Gäste in sein Reich und eingeladen hat er nur dich. Das ist das Vertrauen, dass du ihm entgegenbringen musst um dich würdig zu zeigen, sein Reich zu betreten und dem Prinzen gegenüberzutreten“, die Stimme der Fee war jetzt nicht nur sanft, sondern vor allem bestimmt.Die Prinzessin überlegte kurz. „Und was ist mit meinem Vater? Er wird versinken in Sorge um mich. Und wie soll ich unbemerkt aus der Stadt kommen? Und wer sagt mir, dass das keine Falle ist?“, ihr Blick wurde trauriger.„Es ist deine Entscheidung“, sagte die Fee, „entweder du kommst mit mir mit oder du lässt es. Aber diese Einladung gilt nur für dieses eine mal. Danach niemals wieder. Und ich gebe dir mein größtes Feen-Ehrenwort, dass ich dich heil und unversehrt wieder zu deinem Vater zurückbringe. Ein Bote des Prinzen wird deinem Vater sagen, wo du bist. Er darf dir aber nicht folgen.“Die Prinzessin überlegte, sie überlegte lange und die Fee wurde langsam ungeduldig.„Nagut, dann vertraue ich dir. Führe mich zu dem Prinzen, damit ich mir selber ein Bild von ihm machen kann“. Mit diesen Worten stand die Prinzessin auf. Die Fee setzte sich auf ihre Schulter und hielt auf einmal einen kleinen Zauberstab in der Hand.„Einmal tief Luft holen, ich zauber uns jetzt zum Eingang in das Reich des siebten Prinzen dieses Reiches“ und mit diesen Worten wedelte die Fee wild ihren Zauberstab durch die Luft. Die Prinzessin holte tief Luft und bevor sie wusste, wie ihr geschah, stand sie an einem Fluss, der in einen großen, dunklen Wald hereinführte.„Der Fluss führt direkt zum Prinzen“, sagte die kleine Fee „Ich bleibe bei dir, du bist nicht alleine“Die Prinzessin zögerte kurz, dann ging sie mit vorsichtigen Schritten den Fluss entlang in den Wald hinein. Sie ging lange und schweigend. Die kleine Fee saß ebenso schweigend auf ihrer Schulter. Der Wald wurde immer dichter, der Fluss immer schmaler. Das Vogelgezwitscher wurde immer leiser, bis es irgendwann nicht mehr zu hören war„Bist du dir sicher, dass wir hier richtig sind?“, flüsterte die Prinzessin.„Absolut“, flüsterte Elia, die Fee zurück, „Aber weit ist es nicht mehr“.Nach gefühlt endlos langer Zeit, der Prinzessin taten schon die Füße weh, fing der Wald an lichter zu werden und der Fluss wurde wieder breiter. Vereinzeltes vogelgezwitscher war zu hören, leichtes rascheln der Bäume erklang. Der erdige Waldboden wurde immer weicher und als die Prinzessin auf den Boden sah, bemerkte sie, dass sie auf Moos lief. Ein leichtes leuchten ging vom Moos aus. Sie zog ihre Schuhe aus und lief mit nackten Füßen weiter. Die Schmerzen in den Füßen ließen nach. Das zwitschern und pfeifen der Vögel wurde immer Lauter und melodischer, fast so, als ob die Vögel eine Melodie singen würden. Um die Prinzessin herum wurde es heller, vereinzelt sah sie ein Eichhörnchen von Baum zu Baum hüpfen und auch ein kleiner Fisch sprang im Fluss immer wieder aus dem Wasser hoch und fiel wieder zurück.Nachdem die Prinzessin einige Zeit in dieser freundlichen, leuchtenden Umgebung weitergegangen war, wurde der Fluss immer breiter und plötzlich hörten die Bäume auf. Eine große Lichtung tat sich vor ihr auf, der Fluss wurde zu einem kleinen See. Auf der großen Wiese wuchsen Blumen in allen möglichen Farben und Schmetterlingen in noch mehr Farben flogen durch die Luft, Bienen flogen von Blume zu Blume und es lag ein leichter Honigduft in der Luft. Vögel zwitscherten und am Rande der Lichtung stand eine Gruppe Rehe.Inmitten dieser Wiese, zwischen den Blumen, den Schmetterlingen, Bienen und Rehe stand eine riesige Eiche, um deren Stamm sich ein Schloss schlängelte. Dieses Schloss hatte ein großes Tor und vor diesem Tor stand ein großer, schwarzer Wolf.„Du musst in das Schloss rein. Wenn du reinen Herzens bist, wird der Wolf dich durch das Tor lassen.“, wisperte die kleine Fee.Die Prinzessin bekam ein bisschen Angst, sie schluckte. Was ist, wenn der Wolf sie nicht durchlassen will. Wird er sie verjagen? Oder sogar fressen?Trotz ihrer Ängste ging sie auf das Tor, auf den Wolf zu. Irgendwas trieb sie in die Richtung, aber immerhin soll ich dem Schloss ja auch ein Prinz sein.Langsam, aber bestimmt kam sie dem Schloss Schritt für Schritt näher, bis sie direkt vor dem Wolf stand. Er war so groß, dass er ihr direkt in die Augen blicken konnte.„Was willst du hier?“, fragte der Wolf mit tiefer Stimme.Die Prinzessin zögerte kurz: „Ich….. Ähm……. Also……. Der Prinz…..“Die Prinzessin stockte. ‚Verdammt nochmal, du bist den ganzen Weg nicht gelaufen, um dich jetzt von einem Wolf einschüchtern zu lassen‘, dachte sie sich und holte tief Luft. „Ich bin die Prinzessin des Königs und der Prinz von diesem Schloss hat mich zu sich eingeladen.“ Sagte sie mit deutlicher Stimme. Ein bisschen Angst hatte sie trotzdem. „Also, ähm, darf ich durch das Tor?“Der Wolf musterte sie eine Zeit lang, ging langsam um sie herum.„Soso, der Prinz hat dich eingeladen. Und die Fee hat dir den Weg gezeigt?“„Ja“„Nagut, du scheinst tapfer zu sein. Vorsichtig, aber tapfer. Ich führe dich zu dem Prinzen“.Mit den Worten öffnete sich das Tor und der Wolf ging hinein. Die Prinzessin atmete erleichtert ein und aus, dann folgte sie dem Wolf.Dieser führte sie in einen großen Saal, indem ein großer Stuhl, schon fast ein Thron, stand.„Wo ist denn jetzt der Prinz?“, fragte die Prinzessin leicht ungeduldig.Der Wolf ging zum Thron und schien sich dabei zu verändern: Er wurde etwas kleiner, die Haare wurden weniger, kurz darauf lief er auf zwei Beinen, die immer Menschlicher wurden. Der Rücken wurde gerader, das Fell wurde zu Hose, Hemd und Umhang. Als der Wolf beim Thron ankam, war er kein Wolf mehr, sondern ein Mensch. Dieser drehte sich um und die Prinzessin erblickte einen Mann. Groß und kräftig gebaut, ein glattes Gesicht und Schulterlange, wallende Haare. Er war nicht zu dick und auch nicht zu dünn und stand aufrecht vor dem Thron.„Ich bin Gaurwaith, der siebte Prinz in diesen Landen und derjenige, der dich Eingeladen hat“, sprach der Mann mit lauter, kräftiger Stimme.Die Prinzessin war sprachlos. Der Wolf, der er eben noch war, hat sich vor ihren Augen in einen Prinzen verwandelt, der aus einem Bilderbuch hätte sein können.Den ganzen Tag, bis in den Abend hinein gingen die beiden spazieren, redeten und lachten. Der Prinz war dabei nicht stillschweigend, schwieg aber in den richtigen Momenten. Am Abend gab es das beste Essen, was die Prinzessin je gegessen hat, der Prinz ging dabei perfekt mit Gabel und Messer um.Am nächsten Tag gingen beide zusammen zum König. Dieser war mehr als hocherfreut, dass seine Tochter endlich den Prinzen gefunden hat, den sie nicht gleich wieder davon stieß. Noch am selben Abend wurde eine große Hochzeit gefeiert. Drei Tage und drei Nächte wurde unermüdlich gefeiert und gelacht. Der König, die Prinzessin, der Prinz und auch das ganze Schloss waren so froh wie lange nicht mehr.Die Prinzessin zog in das Schloss des Prinzen ein und dort lebten sie glücklich, bis ans Ende ihrer Tage. Ende